Betrachten wir
die Folgen der Inflation:
Zuerst ist
festzustellen, dass man bei einer jährlichen Inflationsrate
von 10% pro Jahr, jedes Jahr 10% weniger Waren für das gleiche
Geld bekäme. Das heißt theoretisch, dass man nach 10
Jahren nichts mehr bekäme oder doppelt soviel bezahlen
müsste.
Dabei sind
alle am Wirtschaftsleben Beteiligten betroffen.
Einzelne Personengruppen werden jedoch den Kaufkraftverlust
ausgleichen können. Beispielsweise durch
Lohnerhöhungen. Man nennt das
Inflationsausgleich.
Dabei gibt es
aber immer wieder Verlierer der Inflation:
-
Personen, die an Tarifverträge
gebunden sind und erst nach Ablauf der Laufzeit eine Chance auf
Lohnerhöhung haben, wenn die Gewerkschaften einen guten
Tarifabschluss verhandeln können. Bei den Tarifverhandlungen
wird die Inflationsrate in die Lohnforderung
einbezogen.
-
Auch die Sparer sind betroffen. Wer
beispielsweise sein Geld auf das Sparbuch legt, dafür 1,5%
Zins erhält, der verliert pro Jahr Geld, wenn die
Inflationsrate höher ist als diese 1,5% Zinsen. Viele Sparer
flüchten sich daher in Sachanlagen wie Immobilien. Das jedoch
treibt die Immobilienpreise in die Höhe. Durch die Inflation
werden also Sachwerte gekauft, die man eigentlich später
anschaffen wollte. Das treibt die Preise weiter in die
Höhe.
-
Bezieher fester Einkommen, wie die
Rentner oder Arbeitslose sind besonders betroffen, da sie keine
starken Verbände haben, die ihre Interessen
vertreten.
Doch es gibt auch
Gewinner
-
Die Schuldner, die sich Geld zu einem
festen Zinssatz geliehen haben. Sie müssen, gemessen an der
Kaufkraft zur Zeit der Kreditaufnahme, weniger
zurückzahlen.
Doch es gibt auch
das Gegenteil von Inflation, die Deflation.
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